Thermische Solaranlagen
Mit Hilfe von thermischen Solaranlagen kann die Warmwassererzeugung und die Bereitstellung von Heizwärme unterstützt bzw. im Sommer sogar vollständig gewährleistet werden.
Anlagen zur Brauchwassererwärmung stellen im Sommer annähernd 100 % des benötigten Warmwassers zur Verfügung und unterstützen im restlichen Jahr die Warmwasserbereitung. Eine thermische Solaranlage zur Brauchwassererwärmung läßt sich mit jeder anderen Heizung kombinieren und reduziert so die Laufzeit der Heizung und damit die Betriebskosten.
Bei Anlagen mit Flachkollektoren benötigt man pro zu versogenden Bewohner ca. 1- 1,5 m² Kollektorfläche und ca. 50 - 70 l Speichervolumen. Der Vorteil von Flachkollektoren liegt in ihrem unkomplzierten Aufbau, dem günstigen Preis und der Möglichkeit die Anlage im Winter ohne Aufwand schneefrei zu halten (und somit den Ertrag zu steigern).
Thermische Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung sind immer dann sinnvoll, wenn man eine Niedertemperaturheizsystem hat (Fußboden- oder Wandheizung) und das Dach möglichst nach Süden (auch Südwest - Südost) ausgerichtet ist. Diese Anlagen sollten (bei einem Einfamilienhaus) mindestens eine Fläche von 10 m² haben und eine Fläche von 20 m² nicht übersteigen (da sonst im Sommer ein zu großer Wärmeüberschuß entsteht).